Evolution < Technologie > Involution

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In der folgenden Listung unternehmen wir eine Zeitreise von vorzeitlichen Sternenobservationen über die Wasser- zur Pendel- wie Quarzuhren bis zur Wiederentdeckung der Galaxie als biologischen Taktgeber. Hierbei werden die schamanischen Trance- und Ekstase-Techniken als frühe, effektiv magische Technologie akzeptiert und mit einbezogen. Schließlich basiert unsere heutige Technologie auf den (einst als dämonisch erachteten) Träumen der Schamanen, Hexen, Alchemisten und Ketzer, die ja erst die Grundlagen für die Umwandlung all jener irdischer Stoffe schufen, deren Verkoppelung es uns modernen Menschen heute ermöglicht, per Knopfdruck via TV, Handy oder PC Zeit und Raum zu überwinden.

 

Die Visionssuche und der Topos der Reise sind Bestandteil der tiefsten menschlichen Bewusstseinsschichten. Durch die Arbeit von u.a. Sir Francis Bacon wurde diese Idee im 17. Jh. reaktiviert und gebar den Begriff "menschlicher Fortschritt", der am Ende des 18. Jh. in Europa wie in den USA weit verbreitet war, Tiere und Pflanzen jedoch noch vom Evolutionsgedanken ausschloss.

 

Bis Mitte des 19. Jh. erlag man der Utopie, mit Wissenschaft und Technik würde es gelingen, die Natur zu unterjochen und ein technisches Paradies zu erschaffen. Descartes ”Aufklärung” hatte das Universum zu einer mechanischen, geistlosen Sache gemacht und der gesamten lebenden Umwelt, Himmel, Erde und Tieren die Seele abgesprochen (und es folgte eine ganze Epoche dieser falschen Auffassung einer modernen Rationalität). Damit aber versagte sich der Mensch selbst die Fähigkeit, stetig Neues hervorzubringen. In einem scheinbar statischen Universum - und einem reduktionistisch-atomistischen Modell folgend, mit der Analyse-Haltung: ”je kleiner desto besser, je wissenschaftlicher, umso aufschlussreicher” - vertiefte der Mensch die Illusion der Trennung weiter. und das Konzept des Kollektiven Bewusstseins wurde ”endgültig” als mystisch verworfen.

 

Bis in den 60er Jahren in Wissenschaft (und Kunst) eine große Revolution stattfand! Mit dem Orthodox werden der Urknall-(Big Bang-) Theorie waren die Physiker nun bereit, das Modell der Evolution zu akzeptieren und sie begannen, einen Kosmos zu beobachten, der sich beständig ausdehnt und während des Wachstums unerlässlich neue Strukturen bildet. Mit Alfred Wegeners Theorie des Urkontinents Pangaea (1915) und seinem Beweis zur Kontinentalplatten-Verschiebung sowie James Lovelocks Gaia-Hypothese (1982) lösten sich die letzten Reste der programmierten Vorstellung eines sich abkühlenden, ewig gleichen Gesetzen folgenden Kosmos aus dem Denken der Wissenschaft. Auch wenn das eingefahrene, sich auszahlende Glaubensmodell sich in vielen Köpfen festgesetzt hatte, wurde der Begriff Fortschritt nun auf das gesamte Leben ausgedehnt. Heute sprechen wir von Evolution, wobei wir den menschlichen Forschritt als Teil eines größeren Entwicklungsprozesses der gesamten Biosphäre verstehen.

 

Diese Betrachtungsweise, die Erde als lebendigen Organismus zu akzeptieren und nicht mehr ”als einen toten Gesteinsbrocken, der durch die Anziehungskraft der Sonne in der Bahn gehalten wird”, ebnete den Weg der holistischen oder ganzheitlichen Wissenschaft. In dieser liefert erst ”die Summe aller (chaotisch scheinenden) Faktoren im authentisch-kohärenten Zusammenspiel” aussagekräftige Daten. Den im Informations-Overload-Zeitalter bereits angesammelten Datenhaufen werden wir mit Sicherheit erst entschlüsseln, sprich ihm Sinn entnehmen können, wenn wir die ”als subjektiv kategorisierten Einsichten in die Welt der Natur ernster nehmen und uns darum bemühen, dass rationaler Verstand und Intuition wieder zueinander finden.” 

 

Teilhard de Chardin zum Beispiel nahm mit dem 1924 eingeführten Terminus Noosphäre die nun stattfindende globale Transformation vorweg, und beschreibt bereits das World Wide Web, wenn auch ohne das Vorhandensein elektronischer Mittel. In seinem Bild waren die individuellen Seelen wie die unterschiedlichen Knoten eines neuronalen Netzes, eines globalen Gehirns. Chardins Vision vom Punkt Omega war eine prophetische Vorausschau: In 500 Jahren künftiger Evolution würde die Qualität und die Zahl der Verbindungen zwischen den individuellen Knoten zunehmen - in dem, was wir heute als neuronales Netz bezeichnen Durch plötzliche Überspitzung paranormaler Zustände wie Telepathie, Intuition, Mitgefühl, Sensitivität und Liebe würde der Übergeist, die Noosphäre, erkannt werden, ein Prozess, den der Jesuiten Pater Teilhard Noogenese nannte. Die hier vorliegende, zu Beginn des neuen Jahrtausends entwickelte, Zeitschlaufe birgt zahlreiche Parallelen zu Chardins Thesen und Fakten, die uns - in klarer intuitiver Einsicht - zu der Ansicht geleiten, dass ‘Gaia’ - die Erde selbst, die Technologie und uns Menschen als das magische Brautpaar erwählt hat, auf ihrem Evolutionären Pfad zum Punkt Omega... Vorwärts = Zurück...... in den Zustand der Singularität !  

 

 

Quelle: Boris Hiesserer (Doors of Perception Ethic Committee) mit Zitaten von Rupert Sheldrake

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