Wer ist Boris Nikolaus Hiesserer aka b. Eden


„Wer hätte gedacht, dass uns MedienSchamanen und junge Mönche der künstlichen intelligenz in die heilige Kathedrale der Natur zurück geleiten werden!?“

Biographie

Zu meinem Geburtstag wurde in Hagen, Westfalen, am 16.8.1961, eine heute 43 Jahre alte und über 20 Meter hohe Birke gepflanzt. Als sie kaum 2 Meter hoch und grad mal einen Kindsarm dick war, klassifizierten mich die Schulpsychologen als Hyperaktiv. Seit frühester Kindheit befand E (ersetzt das ich) mich oft in trancehaften Bewusstseinszuständen, hatte enorm starke Traumvisionen und erlebte zeitweilig parallel existierende Ebenen des Gewahrseins. Die bildeten die Basis für die spätere Arbeit als Archivar und Tranceexperte und die Tatsache, dass E auf nunmehr 25 Jahre aktiven Untergrund zurückblicken kann. 
Als ich einer Einladung der Medizinisch-Psychologischen Fakultät nachging, um  (unter dem Vorsitz von Prof. Dr. R. Verres) vor ihren Abschlussstehenden Studenten von meinen Psychedelischen Erfahrungen zu berichten, um den Tod zu thematisieren, erstellte ich eine Landkarte der psychedelischen Reise meines Selbst und erinnerte mich an zwei folgenschwere Erlebnisse, die alles kommende beeinflussen würden. Es sind Erinnerungs-Fragmente wie jene, die ich während und nach der ersten Vollnarkose erleben sollte und in die das mangelnde Gewahrsein der Erwachsenen spiegeln. Aufgrund einer familiär außergewöhnlichen Situation, war ich veranlasst, dem damaligen Aussenminister Genscher bereits im Alter von 12 Jahren einen persönlichen Brief zu senden.



Nach meinen teils verdeckten Arbeiten - in der ersten Tagen des Punk (1974) sowie des HipHop (1978) und dem - nach der Gründung von Pyromania - bald auch internationalen zutage tretenden Erfolg, half das Pseudonym „b.-Eden“ relativ lang und erfolgreich im Verborgenen zu verweilen. Grund hierfür war mitunter meine Aktivisten Funktion im „Temple Ov Psychick Youth“-Netzwerk. Die Einweihung und Einarbeitung in die Tradition der Magie Mitteleuropas wurde zum Fundament für Soundloop-Experimente mit Kassettenrecordern und weiterführenden Studien von Ur- und Zukunfts-Kultur, Eros und Psyche, Übergangsritual, Medien und Tanz. Von Holland aus netzwerkend, lebend und arbeitend, gründete E 1984 die Pyromania Arts Foundation, als unabhängige Foundation des TOPY-Netzwerks. Mit dem Aufkommen der Videotechnik als „tragbares Labor für Realitätsexperimente“ wandelten sich die Klang- zu Videocollagen, was (1989) in einem ersten Videofilm „Gates ov my Soul“ resultiert. Mit dieser neuen Medienkunst ausgestattest fing ich an, die unterschiedlichen Entwicklungsetappen der Underground-, Acid-Warehouse- und Ambient- und Tribal-, Trance-Szene fürs Hausarchiv der Pyromania Arts Foundation zu dokumentieren

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Zudem machte E den Frontmann und MC, als Mitglied des ersten europäischen Tranceacts und der, als Pioniere der elektronischen Musik geltenden, holländischen Soundkollaboration „Acid Trance“, später umbenannt in „Psychick Warriors of Gaia“. Ihr Trancesound der führte 1990 mit „Exit 23“ zum internationalen Verkaufserfolg. Nach zahllosen deutschen Clubs spielten b.-Eden und Band nun auf dem ersten „Tekknozid“ Rave (im gerade eröffneten Ostsektor von Berlin) und betourten Amerika. Der neue ambienthafte, von Zentraleuropa ausgehende und nicht mehr Afroamerikanischen Vorbildern nacheifernde Trancesound, hatte enormen Einfluss auf die Machart der elektronischen Tanzmusik. Und das PWOG-Album „From biospheres and sacred grooves“ gehört als musikalischer Meilenstein, in die Sammlung internationaler Musikliebhaber und DJs.  Die wissenschaftliche Gaia-Hypothese verbreitete sich nun auch durch die Popkultur. Nebst Fraktalen in Deko und Videoanimation, waren unsere Vinyl-Veröffentlichungen ebenfalls Werkzeuge zur Erzeugung von Trance- und Zeitlosigkeit, durch Soundexperimente, Breaks und Loops. 




Bereits vor unserer Reise nach San Francisco und dem Zusammenrücken mit Rave „ComeUnity“ San Franciscos, namentlich Terence McKenna, G.P.Orridge (Psychick TV) und dem „Ambient Temple Of Imagination“ hat unser Wirken die kulturellen Inhalte der Rave-  und Techno-, der Ambient- und Trancekultur neu definiert. Anstatt dekadente Parties zu veranstalten, die krampfhaft versuchen das Liebe und Einheit Gefühl der frühen 90er Jahre, mit einer Infusion von Glamorösität und Spektakel am Leben zu erhalten, ließ die Pyromania Arts Foundation es unter der glänzenden Oberfläche der heutigen Party-Industrie brodeln, sodass sich der psychedelische Untergrund, an den unterschiedlichsten Orten, von den Stränden Goas bis zur ungarischen Pusta, aus der ihm zugedachten Nische heraustanzen konnte. So wurde die Foundation zu einer der auffälligsten Erscheinungen der internationalen Rave Kultur, die zwischen heidnischen Ritualen und neuester Hoch-Technologie eine fruchtbare Verbindung erzielt hat. Dieser Brückenschlag zwischen archaischer Ekstasetechnik und Hightech-Ritual war vonnöten, um dem Bewusstsein der tanzenden Jugendbewegung temporär autonome Zonen (TAZ), sprich Räume für massentherapeutische Erfahrung bereitzustellen. 





Als DJ, Videojockey, Deko-Artist und Organisator wurden meine Mitstreiter und ich zum festen Bestandteil der Club- und Warehouse-Kultur und die (über fünfzehn Jahre hinweg (mit)gestalteten) Clubs, Events und Partys: Mannheims „milk!“ Club, Kölns „Warehouse“, Frankfurts „Omen“ oder „Dorian Grey“, Berlins „Love-Parade“ und der „Tresor“ oder die erste TechnoArt-Exhibition „Chromapark“ im E-Werk, die „Lovefield“-Party im Norden und jährliche Tribal Gatherings wie dem „OxygenOrgasm“ im Osten der Republik, zählen zu den Brutzellen der heutigen Trance- und Technokultur. Maßgeblicher Beitrag zur BewusstseinsforschungTrotz des Versuchs der Beschränkung auf essentielle Projekten, werde ich Euch mit Superlativen konfrontieren müssen. Als Pionier der Videokunst, war E, im Rahmen der Kasseler Dokumenta IX 1992, Moderator und VJ des ersten interaktiven, europaweiten hunderttägigen live TV-Programm auf 3 Sat. E eröffnete New Yorks ersten offiziellen Acid-House Club (Manhattens „Pyramid-Club“ 1989), war (Mit-) Organisator des ersten Raves in Englands „Heaven“, des „First German Summer Rave“ und Chiles („Eclipse“ 1995), des ersten Outdoor-Trancefestivals in Ungarn („Solipse“ 1998), der ersten Solarenergie-betriebenen Party bei Heidelberg (“Green Day” 1999) – darunter zahlreiche Benefitz Veranstaltungen wie der "Free Tibet“ Party (Berlin), der "Party for Life" (San Francisco), dem "Indian Summer Rave" (F'furt) etc. Auf die Kürung des „milk!“, durch die Zusammenarbeit mit DJ D-man aka Dirk Mantei (Kin Sun) zum Deutschen Club des Jahres 1992, folgte die Zusammenarbeit mit den Symbolfiguren des Techno: Derik May (Underground Resistance), Sven Väth (Cocoon), John Aquaviva, Richie Hawtin (Altern8), Laurent Garnier, Juan Atkins, Carl Cox, Riccardo Villabaos, Atomheart, Alex Patterson (the Orb), Moksha, Dr. Motte (Space Teddy), Mix Master Morris (the irresistable force) oder gar Afrika Bambataa. Namen, die belegen, wie sehr die schon 1991, mit den Mutoid Waste Company und dem Spiral Tribe zusammen Parties gestaltende Foundation Outdoorfestivals wie „Voov“, „U-Sight„, „Fullmoon, „Quetzalcoatl“ und „Freeform“ den Weg bereitet hat.


I


Im Sommer 1998, nach drei Jahren redaktioneller Vorarbeit, aktivem Netzwerken folgte die Veröffentlichung des CDROM-CD Samplers „Der Alchemistische Kongress“. In einer einzigartigen CDRom-Enzyklopädie habe E - in Zusammenarbeit von DDD-Grafics, Ex-Shakaree Gründer Volker Brunswijk und Tobias Beldermann (Human Rays) – meinen Verdienst und Einfluss genutzt, um Kollaborationen mit Dr. Albert Hofmann, Dr. Timothy Leary, Dr. Terence McKenna und innovativen, weniger Bekannten Individuen anzustreben und zu realisieren, indem ich Schamanen, Künstler und Wissenschaftler verknüpft auf dem „Kongress“ präsentieren konnte. Der Vorstand des ECBS (Europäische Kollegium für Bewusstseinsstudien), der mir die Mitgliedschaft anbot, lobte das CDROM als: „ein, zur Entwicklung des planetaren Bewußtsein bestimmtes, pädagogisch- wie therapeutisch-wertvolles elektronisches Instrument“ und sah den Alchemistischen Kongress „unverkennbar mit der Aufgabe betraut, das (Über-)Leben und die soziale Struktur an andere weiterzugeben“. 


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