Der heilige Pilz: die Frucht vom Baum der Erkenntnis


Eine Sakrale Technologie - im Wandel der Zeit

Am Ursprung alter Kulturen existierte eine weibliche Schöpfungskraft, die 'Große Göttin'. Das göttliche war Schöpfung und die Schöpfung war weiblich. Die 'Große Göttin' verkörperte das Wiedergeboren werden, das Leben und Sterben, das Hell und Dunkel, das Schöne und Schreckliche der Welt und des Kosmos. Allumfassend und namenlos war die große Göttin der alten Religion, dann wurde sie zur Inannah der Sumerer, zur Ishtar der Babylonier, Isis der Ägypter, Ceres der Römer, Gaia der Griechen, Demeter und Persephone der Großen Mysterien von Eleusis, zur Mutter Maria und Ährenkleidmadonna der Christen, sowie zur Kornmuhme der deutschen Folklore.

Sie war alles und alles war sie. Dem Mythos zufolge war sie pandrogyn und erschuf aus sich heraus die Welt der Götter, wie die der Menschen, die wir Seelenfunken ihrer selbst sind.


Weil sie, die Große Ur-Muttergöttin einst einen Zweig vom ‘Baum der Erkenntniss’ brach und ihn einpflanzte, konnte Adams ‘Paradiesbaum-Blüte’ hinfort bis zum heutigen Tag existieren. Das Verbot aller nicht mit der Kirche übereinstimmenden religiösen Kulte, drängte das Wissen um die ‘Magische Frucht’, mitsamt ihrer Ganzheitserfahrung vermittelnden Eigenschaften in den Untergrund, wo ihre wahre Identität mit unzähligen Namen verschleiert wurde:
Drache, Schlangenkelch, Runder Körper aus der Mitte, Hermaphrodit, Honigtau, Ambrosia, Träne Gottes, Göttertrank, Paradiesapfel, Blüte der Erde, Jungfrauenmilch, Blut des Erlösers, Fleisch der Götter, Heiliges Kind, Brot und Leib des Herrn, Manna, Soma, Gral, Lapis Philosophorum, Karfunkelstein, trinkbares Gold bzw. Licht (Aurum), Lebendiger Brunnen, Aqua Solvens, Aqua Coelestis, Wasser der Weisheit, Paradieswasser, Kaiserin in allen Ehren, Tinktur, Elixier, Panacea, Kykeon, St. Petri Schnee, Clavis Purpurea, Mutterkorn, LSD-25, Acid ...

Im Laufe der Frühgeschichte hat der Mensch bereits die heilenden und zerstörerischen Kräfte der Pflanzen entdeckt. So pflegte der im Ruhestand Naturphilosoph gewordene Schweizer Chemiker, LSD-25 Erfinder und Pionier der Bewusstseinsforschung Dr. Albert Hofmann wiederholt zu betonen:

"Die Pflanze bildet die Basis für das religiöse Erleben des Menschen".


Vereinzelt kannten unsere Ahnen das Geheimniss des ‘Steins der Weisen’, der als organisch-sakrale Substanz einen Kommunikationskanal für den unmittelbaren Austausch zwischen der Seele des Menschen und der Weltenseele des Mutterschiffplaneten Erde zu öffnen vermochte. Die schamanische-, magische-, gnostische-, templerische-, alchemistische- und psychotherapeutische Tradition wusste das “aus dem ‘Stein’ oder ‘Lapis’ zu schlagende”, magische Allheilmittel erfolgreich anzuwenden.

Als Lebenselixier bildete es den Kern einer ‘heiligen Technologie der Selbsttransformation’, im Zuge derer Zeit und Raum wie Jungfrauenmilch und Honigtau zusammenfliessen, sich alle Wege kreuzen, Blei in Gold wandelt und schlafende Tiermenschen in Gott erwachen.

In Anbetracht dieser Tatsache, hat es den Anschein als wären wir die Naiven! Womöglich haben wir viel zu früh angenommen, alles was es über die Materie zu verstehen gibt erfasst zu haben. Und das obwohl wir bis heute weder die Heimat unserer Gefühle, noch die unserer Seele lokalisieren können. Es scheint fast so, als wenn die Hexen, Magier, Alchemisten und Mystiker durch ihre Demut tiefere Einblicke in die Vorgänge der Welt erhalten hätten, als es uns Menschen des Technologie-Zeitalters heute gelingt. Diese vertiefte Erkenntniss bezüglich der Vorgänge in Schöpfung und Selbst liegt dem psychedelischen Schamanismus vieler indigener Völker zugrunde. Mit der Globalisierung des ‘Medienschamanismus’ steht der Schutz dieser bedrohten Stammeskulturen und die Bewahrung verloren geratenen Wissens, ebenso auf der Agenda der psychedelischen Forschungsgemeinschaft, wie die Forderung “Psychedelika als kulturelles Menschheitserbe” anzuerkennen.


Der Psychotherapeut C. G. Jung erkannte in der Alchemie ein komplexes System systematischer psychospiritueller Transformation. Für das ‘Opus Magnum’ - das Große Werk galt es einen Tanz der Imagination zu gewährleisten, in dem die chemischen Prozesse in den Reagenzgläsern sich in den psychologischen Vorgängen im Inneren des Alchemisten widerspiegelten. Auf der Suche nach der Weltenformel erkannten wahre Wissenschaftler, wie visionäre Mystiker, das ‘Heilige’ im eigenen Samen und in den Pflanzensamen, die eigene Frau in der Erde, den eigenen Lebensrhythmus von Geburt, Tod und Wiederauferstehung in den Zyklen der Jahreszeiten, die eigenen Adern als Flüsse des Landes, den himmlischen Kosmos als Mikrokosmos im eigenen Leib.

Diese organische, ganzheitliche Weltanschauung bringt der offensichtlich eingeweihte, historische Jesus v. Nazareth zum Ausdruck. “Wenn das Samenkorn, das zur Erde fällt, nicht stirbt, bleibt es einsam - wenn es aber stirbt, bringt es unzählige Frucht”, sprach er und verkündete damit den zentralen Kern der ‘Großen Mysterien’ der Antike: ‘Stirb und Werde’!.

Zum Zwecke dieser Erfahrung pilgerten Männer wie Frauen, aus allen Schichten der griechischen Gesellschaft, über 2.000 Jahre hinweg, von Athen zur Kultstätte von Eleusis, wo die ‘Großen Mysterien’ alljährlich im September zelebriert wurden. Im ‘Telestrion’, der riesigen Einweihungshalle tätigten gleichzeitig 3000 ‘Neophyten’ genannte Initianten, starke psycho-spirituell transformative Erfahrungen.

Peter Webster und Carl Ruck haben die chemische und pharmakologische Natur des im Zentrum der Mysterien stehenden psychoaktiven Tranks ‘Kykeon’ mittlerweile entschlüsselt. Sein Geheimniss basierte nicht auf (wie von Robert Ranke Graves und Terence McKenna in Betracht gezogen) psylocibinhaltigen Pilzen, sondern auf dem parasitären, auf Mutterkorn wachsenden Pilz ‘Claviceps purpurea’, den die ‘Hofmann-Ruck-Wasson Theorie’ bereits als geheime Zutat vermutet hatte.



Die kulturelle Bedeutung der eleusinischen Mysterien und ihre bisher unzureichend anerkannte Rolle in der europäischen Zivilisationsgeschichte, verdeutlichen die hier initiierten, schillernden Persönlichkeiten. Platon, Aristoteles, Alkibiades, Epiktet, Pindar u.a. Dichter und Denker der Antike preisen ihre transformativen Eleusis-Erfahrungen in Lobhymnen.

So schreibt Homer: "Glückselig ist der von den Menschen auf Erden, der dies geschaut hat. Wer nicht in die heiligen Mysterien eingeweiht wurde, wer keinen Teil daran gehabt hat, bleibt ein Toter in dumpfer Finsternis."

 Und der römische Staatsmann Cicero äußert sich zu Eleusis: “Nicht nur haben wir dort den Grund dafür erhalten, dass wir in Freude leben, sondern auch dazu, in besserer Hoffnung zu sterben.”

Millionenfach wurde das ‘Kykeon’, wie Dr. Hofmann, Wasson und Ruck belegen konnten - als psychoaktives ‘Ambrosia’ in Eleusis verabreicht, bis zur Zerstörung der Tempelanlage durch den christlichen Gothenkönig Alarich im Jahre 395 n. Chr.



Geisteswandlung Demeter und Kornmutter Kore



Und doch sollte das Allerheiligste überleben. Mit den rückkehrenden Kreuzrittern gelangte es, als geheimnissumwobener Schatz gehütet, nach Europa. Nebst der ‘Wüsten-‘ oder ‘Auferstehungsrose von Jericho’ und dem ‘Göttinnenkult’, verbreitete sich nun die Geschichte einer ‘lebensspendender Gral’ und ‘Philosophischer Stein’ genannten ‘Göttlichen Speise’. Und zahlreich waren die Suchenden, die den ‘Lapi’ suchten, um aus ‘philosophischen Stein’ das, ewiges Leben verleihende, ‘Lebenselixier’ zu destillieren und “im Buch des Lebens zu lesen”. Die berühmtesten Astrologen und Alchemisten Europas, Agrippa von Nettesheim, Galileo Galilei, Nicolas Flamel und Nikolaus Kopernikus, sie alle behaupteten die Zukunft zu kennen, sowie über den 'Stein der Weisen' und das 'Elixier des Lebens' zu verfügen. Die Forschung der Pharmazie brachte der Baseler Arzt und Medicus Paracelsus, inmitten seiner obsessiven Visionen der Metallumwandlung voran. Und auf der Suche nach der ‘Weltformel’, ebneten John Dee’s dämonisch anmutende Beschwörungsrituale, Astralträume und Rauschvisionen unserer moderner weltweiten Medien- und Telekommunikations Technologie den Weg.

Als Geburtswehen-unterstützende Medizin wussten die Hebammen das ‘Mutterkorn’ (claviceps purpurea) von jeher zu nutzen. Als schicksalskundigen Kräuterfrauen - einst ‘Herbaria’, ‘Hagezussen’ oder Hagsen genannt, was in der deutschen Folklore Zaunreiterin bedeutet - gingen sie als Hexen in die Analen ein (weil die Römer kein G kannten und uns ein X für ein G vorgemacht haben).

Im Zuge der Christianisierung wurde die Korn-Göttin zum Korndämon. Mitsamt ihrer Elementarwesen dämonisiert, trat ihr ‘Sohngeliebter’, als solarer Gott an die Stelle der ‘Großen Mutter’ der alten Religion. Aus dem ihr ursprünglich angestammten Platz in der Heiligen Dreieinheit (Trinität) verbannt, wurde ihre übertragungs- und Blutslinie, im Laufe der über Jahrhunderte hinweg andauernden Hexenverfolgung unsagbar dezimiert.


Die Häresie
(Der Heiden Ur-Mutter-Göttin , Anton Eisenhut)

Heute da wir nachvollziehen können, welch enormer Schatz kollektiven Pflanzenwissens der christlichen Pedanterie zum Opfer fiel, gilt es Verantwortung dafür zu tragen diese gnostische Tradition der indigenen Kultur zu schützen und innerhalb unserer Zivilisation zu re-etablieren.

Wie u.a. durch die magischen Kessel und Zaubertränke der Druiden-Kultur belegt, reicht die Tradition der Selbstintoxikation weit zurück, bis an die Wurzeln der Menschheitskultur. Ein empathisch mit uns resonierendes Weltgefüge und eine ganzheitliche, lebendige Kosmologie warten darauf, unser überholtes, maschinelles Weltbild up zu daten! Die keltischen Gedichte der, in Gestaltwandlung erfahrenen, prä-druidischen Kultur, bringen die ganzheitliche Weltanschauung zum Ausdruck: “Ich war ein Wort in einem Buch; ich war ein Adler; ich war ein Boot auf der See; ich war die Saite einer Harfe; ein Jahr lang war ich verzaubert in der Gischt des Wassers; nichts existiert, worin ich nicht gewesen bin. Ich bin ein Sonnenstrahl; ich bin ein Gott ..., ein Druide ..., ein Mensch.... der ‘Sohn des Hermes’ genannte Verfasser, bringt diese Erfahrungsebene 300 vor Christi Geburt zum Ausdruck: "Ich bin im Himmel, in der Erde, im Wasser in der Luft. Ich bin in den Tieren, in den Pflanzen. Ich bin in der Gebärmutter, vor der Gebärmutter, nach der Gebärmutter, ich bin überall."



Hunderttausende von Mutterkornplage-Opfer tätigen durch dass vom ‘Ergot’ befallene Mehl und Verunreinigungen des Brots, bis ins Mittelalter hinein ähnliche mystische Einheitserfahrungen. Inmitten der Ergotismus- oder Mutterkorn-Epedemie, die während des 30jährigen Krieges in Russland, Skandinavien und Deutschland durch Mutterkorn befallenes Mehl und Brot ausgelöst wurde, verfasst der Mystiker Angelus Silesius ein Gedicht zu dieser Erfahrung der ‘Singularität’:

Mit diesem Ansatz, so gewagt er erscheinen mag, eröffnet sich ein frischer Blick auf die Worte Jesu im Abendmahl, wenn er sagt:
“Ich bin das Brot des Lebens. Dies ist das Brot, das aus dem Himmel kommt auf dass, wer davon esset, nicht sterbe... wer von diesem Brot essen wird, der wird leben in Ewigkeit.”

Was, wenn das “Brot, dass man mit Freunden bricht” und dass der Gottessohn sein Fleisch nannte (entgegen bisheriger Annahmen) kein rein symbolisches, sondern vielmehr ein funktionstüchtiges Sakrament verkörperte. Vermochte das himmlische Brot seinen Jüngern die Erfahrung der ’Unio Mystica’ - “Ich und die Schöpfung sind eins” - nahe zu bringen und kommt der Begriff “Komm Union” einem Aufruf gleich, in die in die Einheit mit der Schöpfung zurück zu kehren?

Im April 1943 sollte sich der westlichen "Zivilisation" ein Raum eröffnen, der nahezu allen sogenannten "primitiven" Kulturen seit Jahrtausenden bekannt war. Mit Albert Hofmanns Erfindung des LSD-25 entdeckte der ”moderne Mensch”, wie ein Stäubchen Materie im Stande ist, unser Bewusstsein grundlegend zu verändern. Gottfried Benn formulierte diese Erkenntnis, nach seinem LSD Trip im Hause des Chemikers Hofmann auf der schweizer Rittimatte, mit den Worten:

“Gott ist eine Substanz, eine Droge.”

Könnten wir als Gemeinschaft die Existenz einer pflanzlichen, planetaren Intelligenz akzeptieren, würde es nicht verwundern, dass die Zeichentrickfilmfirma ‘Terry-Toones’ den US-amerikanischen Zeichentrickfilm-Helden Mighty Mouse bereits im Jahr 1942, gegen das Ergot kämpfend halluzinieren läßt (- drei Jahre bevor Dr. Albert Hofmann die bewusstseinserweiternden Eigenschaften in der 25. Synthese seiner Lysergsäure Diethylamid Lösung entdecken sollte)!

Auch nicht die Tatsache, dass Leo Peruz seine Romanfigur in ‘St. Petri Schnee’ eine psychoaktive, wässrige Mutterkorn-Auszüge herstellen läßt (- bereits fünf Jahre bevor Albert Hoffmann das LSD synthetisieren und zehn Jahre bevor LSD sich als derart psychoaktiv wirkend entpuppte)! Diese und andere im Research-Proposal präsentierte Indizien, werfen die dringliche Frage auf, inwieweit unsere abendländische Gottesvorstellung dem Ergot-Pilz bzw. seinem auf die menschliche Psyche psychoaktiv wirkenden ‘Ergotin’ Molekül zuzuschreiben ist.

“Wenn etwas geradezu prädestiniert ist, sich selbst durch die Zeit hinweg in die Ewigkeit zu tragen, so ist dies wohl am ehesten eine die Ewigkeit erfahrbar machende Substanz, eine chemische Formel, ein Trance-induzierendes Molekül!”
b.-Eden 123, Doors Of Perception Ethic Committee, 2008

 

 

Bis in die 1960'er Jahre hinein konnten weder die spirituelle, noch die psychedelische Erfahrung mit dem Schamanismus verknüpft werden, bis dass der Bankier Gordon Wasson die ‘Magic Mushrooms’ der mazatekischen Schamanin Maria Sabina entdeckte und Dr. Hofmann aus ihnen den psychoaktiven Wirkstoff ‘Psylocibin’ (1957) zu synthetisieren vermochte. Als der herausragende Chemiker zudem in den ‘Ololiqui’ Trichterwinde-Samen (1959) und in der Hawaiianischen Baby Holzrose (1963) den Beweis fand, dass ‘Lysergsäure Diethylamide’ auch in höheren Pflanzen existieren und darüber hinaus belegen konnte, dass auch der ‘Kykeon’-Trank in Eleusis LSD ähnliche Alkaloide des Mutterkorns enthielt, stießen seine Entdeckungen die Tore zu den religiösen Wurzeln der Menschheit weit auf.

Doch ebenso wenig wie Dr. Hofmann den Auftrag, eine bewusstseinserweiternde Substanz dieser Potenz und Tragkraft zu entwickeln, akzeptiert hätte, so betrachtet es die psychedelische Forschungsgemeinschaft nicht als ihre (alleinige) Aufgabe, über die auf dieser Site präsentierte Ansammlung für sich sprechender Fakten hinaus zu gehen. Es liegt in der Hand zukünftiger Forscher aufzudecken welche Bedeutung der ‘Mutterkorn- und Kornmutter-Kult’ an den Grundfesten unserer eigenen Kultur inne gehabt hat.

Jedenfalls wurden die Natur- und Vegetationsgöttin(nen) der Frühzeit für zahlreiche Entdeckungen und Quantensprünge des Bewusstseins verantwortlich gemacht. Als ‘Nisabah’ und als Kornähren tragende Demeter wurde die ‘Große Göttin’ als übermittlerin der Schrift, des Damm- und des Ackerbaus verehrt. Auch Steve Jobb’s und Steve Wozniak, die zwei Entwickler des ersten Personal Computers ‘Apple 1", heute allgemein als Mac bekannt, sahen den Entwurf dessen Schaltkreise auf einem ihrer LSD Trips. So basiert auch die elektronischen Revolution, die dem globalen Dorf vorausgehen sollte, auf durch LSD-25 übermittelten Bewusstseinsinhalten - nur wer ehrt heutzutage die planetare Intelligenz ‘Gaia’ noch dafür?

Von der Existenz einer höher-oktavierten Intelligenz überzeugt, verstand Dr. Albert Hofmann als begnadeter Wissenschaftler und unser ältester und Mentor, die große Gabe der Wissenschaft darin Empfänger zu sein, um das Leben als das zu erkennen, was es ist: unendlich und wunderbar.

Durch seine LSD-Erfahrung verstand er, “dass das, was im gewöhnlichen Sinn ‘die Realität’ genannt wird, nichts Festes ist, sondern eher vieldeutig und unbestimmt. Unter LSD erfuhr ich eine andere Realität ... und bis dahin hatte ich geglaubt, es gäbe nur die eine Wirklichkeit, eine „wahre“ Realität. Nun begann ich zu begreifen, das andere Dimensionen der Wirklichkeit existieren!“

LSD hat verdeutlichen können, dass die allgemein anerkannte Konsens-Realität keine feste Größe darstellt. "Objektiv vorhanden ist nur Materie und Energie, alles Weitere ist subjektiv. Realität entsteht erst im einzelnen Menschen," so Dr. Hofmann. Das in Frage stellen unserer materialistischen Weltanschauung, verdeutlicht die Tragweite der psychedelischen Erfahrung. Dieser Wandel der Wirklichkeit ist der wohl fundamentalste Umbruch, den die psychedelische Erfahrung für uns planetare Dorfbewohner bereit hält. Was Albert Hofmann uns durch sein Wunder- und Sorgenkind LSD zu offenbaren hat, kommt dem gleich was Albert Einstein mit Issac Newton tat: Die Verlagerung unserer Sicht von einer absoluten Realität, zur relativen Realität!


Ps: Einem sorgloser Konsum von Psychedelika als Party-Droge (wie in den 60er und 70er Jahren) soll hier nicht befürwortet werden. Aus gutem Grund fand der Gebrauch psychoaktiver Substanzen in “primitiven" Kulturen meist in einem zeremoniellen Rahmen statt. Während der Gebrauch der Substanzen intensive Vorbereitung und eine erfahrene Anleitung erfordert, hat die repressive Drogenpolitik es bislang verhindert, einen respektvollen Umgang mit Psychedelika in der westlichen Welt zu etablieren.

Als globale Gemeinschaft können und werden wir uns nicht mehr länger dem unterordnen, was wahr sein darf und was nicht. Wir werden eine Antwort auf die Frage finden, was wir uns als Globale Dorfbewohner in Zukunft (noch) zu erfahren gestatten. In diesem Prozess der Bewusstwerdung hat sich das Wunderkind LSD-25 (nebst seinen artverwandten pflanzlichen Botenstoffen) einst auf den Weg begeben als gesellschaftliches, medizinisches Mittel zur Suchtbekämpfung sowie als philosophisches Werkzeug anerkannt und für therapeutische Zwecke legalisiert zu werden. DOPEC's Research-Proposal ‘Vom Stein Der Weisen’ ist unser Beitrag diesem Ziel näher zu kommen.

Im Namen aller der Schöpfung zugewandten Individuen, Gruppierungen und Stämmen weltweit, danken wir dem Pionier der internationalen Bewusstseinsforschung, Dr. Albert Hofmann, zum 102. Geburtstag!

Euer Boris Nikolaus Hiesserer, im Namen des D.O.P.E.Committees, Frühlings Equinox 2008

DVD Medienschamanismus

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